Lichtweise

Unterführung Weiherfeldbrücke

Karlsruhe 2013

Bauherrschaft

Stadt Karlsruhe

Architekt

Kränzle Fischer-Wasels Architekten BDA

Dienstleistung

Wettbewerb

Zeitraum

2013

In dem stützenfreien und groß- zügig zusammenhängendem Raum unterhalb der Eisenbahnüberführung entsteht unter Mit- einbeziehung des fließenden Gewässers der Alb eine besonders poetische Lichtsituation: Unsichtbar in die Kaimauer integrierte Strahler projizieren mit Hilfe der Lichtumlenkung auf der bewegten Wasseroberfläche („Wasserspiegel“) tanzende farbige Reflexe auf die bossierte Seitenwand des Brückenauflagers. Mit dem Tagesverlauf verändert sich die Farbe un- merklich langsam mit der gan-

zen Farbpalette des Regenbogens: Morgens und tagsüber erscheinen die wärmeren Farb- töne von gelb über rot, abends und nachts geht es von grün zu blau und violett. In Anlehnung an die bestehende, qualitätvoll gemauerte Wand aus bossierten Sandstein-Quadern erhält die neue Wand aus weiss eingefärb- tem Stahlbeton eine plastisch ausgebildete geometrisierende Prägung, die im übertragenen Sinne an ein Bossenmauerwerk erinnert. Die bewegten Licht- reflexe, die sich (gemäß des vom Planungsteam vorgenom- menem 1:1 Versuchs) mittels Strahler sehr schön auf das alte

Sandsteinmauerwerk projizieren lassen, bekommen somit wie- der eine plastisch ausgeformte und somit mit der bestehenden Sandsteinmauer ebenbürtige „Leinwand“. Die Prägung der vom Wasser abgewandten Sei- tenwand des Brückenauflagers erhält die selbe Geometrie wie ihr Gegenüber, sie ist jedoch plastisch mit weniger Tiefe ausgebildet. Die Brüstung an der Kaimauer ist in Stahlkonstruk- tion aus handelsüblichen IPE- Profilen stabil und gleicherma- ßen transparent angelegt. Es ist eine Lackierung in dunklem Eisenglimmer vorgesehen.